Vom Schwimmbad auf den Fußballplatz

 

Das Freiwillige Soziale Jahr in Gudensberg geht in die zweite Runde

 

Staffelübergabe beim Freiwilligen Sozialen Jahr in Gudensberg: Luisa Theis übergibt den Ball an Tom Siebert, der ab dem 1. September sein Freiwilliges Soziales Jahr im Sport (FSJ) beim TSV Eintracht Gudensberg absolvieren wird. Seine Vorgängerin Luisa Theis beginnt am 15. August eine Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau. „Ich habe in dem vergangenen Jahr viele wertvolle Erfahrungen gesammelt und kann das FSJ wirklich jedem empfehlen“, sagt Theis. Insbesondere die Seminare von der Sportjugend Hessen, dem Träger des FSJ, seien sehr interessant gewesen. Im Rahmen dieser Seminare hat die Schwimmerin der Gudensberger Schwimmgemeinschaft ihre Lizenz als Übungsleiterin C im Breitensport Kinder/Jugendliche erlangt.

 

Einsatzstelle für die FSJlerin war der TSV Eintracht Gudensberg. „Luisa Theis war die erste, die ein Freiwilliges Soziales Jahr bei uns absolviert hat“, erklärt Gerhard Lange vom Vereinsvorstand. Allerdings war Theis nicht nur beim TSV eingesetzt, sondern auch bei vielen anderen Gudensberger Vereinen und Institutionen. „Wir haben dieses Kooperationsmodell gewählt, damit der FSJler sicher auch die Arbeitsstunden leisten kann, die vorgeschrieben sind“, sagt Inge Oppitz vom TSV. Profitiert von dieser Lösung haben der TSV Deute, die DLRG, die Stadt Gudensberg, die Gudensberger Schwimmgemeinschaft, der TSV Obervorschütz, der TSV Maden, die Odenbergschule und die Grundschule Obervorschütz.

 

Während die tägliche Betreuung des FSJlers durch die Stadtjugendpflege Gudensberg geleistet wurde, kümmerte sich der TSV Eintracht Gudensberg insbesondere um die Abrechnung mit den Vereinen, bei denen Theis eingesetzt war. Außerdem fanden monatliche Abstimmungstreffen zwischen FSJler, Einsatzstelle und der Stadtjugendpflege statt.

 

„Wir bemühen uns, die FSJler je nach Interessenslage einzusetzen“, erklärt Heidrun Klingenberg vom TSV Gudensberg. Fußballer Tom Siebert wird daher verstärkt bei der FSG Gudensberg anzutreffen sein. Der A-Jugendliche möchte das FSJ nutzen, um pädagogische Erfahrungen zu sammeln. „Ich überlege, Lehramt zu studieren“, erklärt er.

 

Hintergrund

 

Das Freiwillige Soziale Jahr im Sport startet in der Regel am 01.09. eines Jahres. Der FSJler erhält pro Monat 300 Euro Taschengeld sowie die kompletten Sozialversicherungsleistungen. Für die Einsatzstelle fallen pro Monat 450 Euro Kosten an, die sie der Sportjugend Hessen erstatten müssen. Zeiten, in denen der FSJler nicht für seine Einsatzstelle, sondern für andere Institutionen und Vereine arbeitet, werden seitens der Einsatzstelle zum „Selbstkostenpreis“ in Rechnung gestellt.